#116 - Deine Belastungsgrenze ist erreicht? So sprichst du es souverän an.
Shownotes
In dieser Podcastfolge beschreibe ich, warum es eine Stärke ist, die eigenen Grenzen zu erkennen und klar anzusprechen. Du erfährst, wie du mit einfachen Prinzipien deine Überlastung selbstbewusst und lösungsorientiert kommunizierst. Dazu bekommst du konkrete Formulierungen, mit denen du für deine Bedürfnisse einstehen kannst, ohne in die Rechtfertigungsfalle zu geraten. Deine Grenzen zu kennen und zu kommunizieren, bedeutet Souveränität und eine gute Selbstführung.
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00:00:00: In der heutigen Folge spreche ich darüber, wie wichtig es ist, dass du deine Belastungsgrenze souverän kommunizierst statt dich zu rechtfertigen oder es selbst als Schwäche darstellst.
00:00:15: Vielleicht kennst du diese Situation?
00:00:18: Du hast einen langen Arbeitstag hinter dir!
00:00:21: Wieder mal hast du versucht alles unter einen Hut zu bringen – ein Meeting nach dem anderen ständig neue Aufgaben zwischendurch noch schnell ein paar E-Mails und die eigentliche Arbeit?
00:00:33: Die bleibt teilweise liegen.
00:00:35: Am Abend bist du völlig platt!
00:00:39: Eigentlich möchtest Du nur noch abschalten, doch selbst das schaffst Du nicht mehr.
00:00:46: Deine Gedanken kreisen um das was Du heute nicht geschafft hast und was morgen schon wieder auf Dich wartet.
00:00:53: Vielleicht schläft Du inzwischen auch schlechter.
00:00:57: Du wachst nachts auf, grübelst bis morgens schon müde bevor überhaupt der Tag begonnen hat.
00:01:03: Und trotzdem machst du weiter!
00:01:07: Du funktionierst so richtig gut.
00:01:12: Sagst ja wenn die nächste Aufgabe auf deinem Tisch landet.
00:01:17: Schließlich möchtest du niemanden enttäuschen und schon gar nicht den Eindruck erwecken dass du überfordert bist.
00:01:24: dabei merkst du schon längst Es wird mir zu viel.
00:01:28: Warum sagen wir so lange nichts?
00:01:32: Hier ein paar Möglichkeiten, einmal weil du vielleicht gar nicht gemerkt hast dass es zu viel ist, weil vielleicht aus einem Ausnahmezustand wo du bestimmte Sachen übernommen hast, phasenweise plötzlich zu einem Dauerzustand geworden ist.
00:01:51: Es könnten auch Gedanken sein Die anderen schaffen das doch auch.
00:01:56: Vielleicht ist es die Angst um den Arbeitsplatz, gerade jetzt in diesen unsicheren Zeiten und die Gefahr dass die KI alle meine Aufgaben übernehmen könnte?
00:02:05: Die Gefahr ist, dass ich erst darüber spreche wenn es schon zu spät ist.
00:02:11: Ich möchte dich dazu einladen einen Perspektivenwechsel zu machen.
00:02:16: Belastungsgrenzen zu erkennen isst eine Stärke Denn das ist Selbstführung.
00:02:23: Es bedeutet, dass ich die eigenen Ressourcen kenne und sie auch richtig einschätzen kann.
00:02:29: Wenn ich meine Grenzen einschätzen kann übernehme ich auch Verantwortung Und ich warte nicht bis ich plötzlich nicht mehr leisten kann Denn wenn ich im Burnout bin oder im Krankenstand dann bringt das niemandem was Ich kann frühzeitig kommunizieren statt eben auszufallen.
00:02:50: Und es ist ein Unterschied Wenn ich mich beklage, wenn ich romjamere oder wenn ich Verantwortung übernehme und sage das ist zu viel und vielleicht sogar noch eine Lösung anbiete.
00:03:01: Und auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt – woher sollen die anderen wissen?
00:03:05: Dass es zu viel ist!
00:03:07: Ich weiß wir haben so manchmal den Wunsch dass man einfach erkennt, dass man überlastet ist.
00:03:15: doch wenn ich immer ja sage Da denken die anderen cool, da kann ich noch was drauf geben.
00:03:20: und noch etwas.
00:03:22: Auch deine Führungskraft kann ich immer einschätzen wie voll dein Tisch ist.
00:03:27: Vielleicht machst du ja noch Sachen.
00:03:28: übernimmst du Sachen von Kollegen?
00:03:29: Von Kolleginnen?
00:03:30: Von anderen Abteilungen?
00:03:32: Wenn nicht meine Grenzen erkannt habe... ...ist es wichtig zu schauen, wie ich das kommuniziere ohne mich dabei zu schwächen!
00:03:42: Drei Prinzipien möchte ich dir gerne weitergeben.
00:03:47: Versuche sachlich statt entschuldigend zu kommunizieren.
00:03:51: Also keine Rechtfertigungsspirale, denn das ist Tiefstatus.
00:03:55: auch keine langen Erklärungen und von der Körpersprache eine ruhige Stimme, klare Haltung und Blickkontakt halten – auch wenn es vielleicht unangenehm ist, das anzusprechen!
00:04:08: Dann zweites Prinzip, versuche wirklich konkret anzusprechen was genau zu viel ist und nicht mir ist alles zuviel sondern generell die Arbeitsbelastung sichtbar machen.
00:04:19: Vielleicht sind es bestimmte Aufgaben vielleicht ist das eine Deadline also es geht um Fakten statt einer pauschalen Überforderungen.
00:04:27: Und drittes Prinzip Lösungsorientiert statt hilflos.
00:04:33: Versuch Prioritäten gemeinsam zu klären, vielleicht auch Alternativen anzubieten.
00:04:38: und vor allem übernimmst du die Verantwortung für deine eigene Belastung ohne es alleine lösen zu müssen.
00:04:46: Ich möchte dir gerne ein paar Formulierungen mitgeben damit du weißt was ich meine.
00:04:52: Statt zu sagen sorry ich schaff das einfach nicht mehr weil da entschuldigst du dich.
00:04:58: stattdessen Meine Kapazitäten sind aktuell ausgeschöpft.
00:05:01: Wir müssen priorisieren oder lass uns priorisier'n, dann statt ich bin total überfordert!
00:05:10: Weil da könnte nämlich die Wirkung sein Ich bin in Drama.
00:05:14: also statt ich Bin Total überfordet kann ich sagen Die aktuelle Aufgabenmenge übersteigt meine verfügbaren Ressourcen.
00:05:24: Du kannst es natürlich so formulieren dass Es In Deinem wording oder zu deinem wording passt Dann statt, ich weiß nicht wie ich das alles schaffen soll.
00:05:32: Das ist auch wieder Drama.
00:05:34: Welche dieser Aufgaben hat jetzt Vorrang oder Priorität?
00:05:39: Dann statt – Ich kann das leider nicht auch noch machen weil da bin ich wieder im Entschuldigen in Tiefstatus.
00:05:45: Ich kann es gerne übernehmen wenn wir eine andere Aufgabe verschieben.
00:05:50: also du merkst Es geht wirklich darum sachlich souverän zu formulieren was Du auch vorschlägst oder wie der Stand ist.
00:05:59: Es geht nicht darum, dass du deine Überforderung versteckst.
00:06:02: Es geht darum sie ganz klar ehrlich und selbstbewusst anzusprechen ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.
00:06:10: Wenn jetzt seinen Gegenüber kein Verständnis dafür hat wie könntest du vorgehen?
00:06:15: Nicht sofort einknicken im Sinne von weiter es noch mal ansprechen es nochmal ansprechen?
00:06:23: Manche brauchen drei Anläufe bis sie's wirklich verstehen Also bis die Gesprächspartner es verstehen.
00:06:30: Ruhig bleiben, auch wenn du vielleicht innerlich schon genervt bist weil deine Führungskraft oder jemand anderes es nicht verstehen kann und du wiederholst seine Aussage.
00:06:40: Du musst aber nichts Neues wiederholen.
00:06:41: das reicht ist gleiche nochmal zu Wiederholen!
00:06:44: Nicht in die Rechtfertigungsfalle geraten.
00:06:47: Was du auch machen kannst was auch super sinnvoll ist du kannst die negativen Konsequenzen aufzeigen.
00:06:54: wenn es so weiter geht wie jetzt Was könnte alles passieren?
00:06:58: Dann kann es sein, dass du krank wirst weil du nämlich schon an der Grenze bist und das macht ja keinen Sinn.
00:07:04: Also du könntest da den Worst Case auf zeigen Und nicht jede Überlastung lässt sich durch eine bessere Selbstorganisation lösen.
00:07:12: Das geht bis zu einem bestimmten Punkt Der Selbstführung.
00:07:17: Irgendwann geht's auch darum strukturell was zu verändern.
00:07:22: Da kann ich das auch einfordern bei meinem Vorgesetzten, dass ich sage wir müssen vielleicht im Prozess neu organisieren oder eine bestimmte Meetingstruktur neu aufziehen.
00:07:34: Das kannst du nicht alleine lösen!
00:07:36: Ich fasse nochmals zusammen Wenn du merkst das du an deine Belastungsgrenze kommst und das könntest du daran merken, dass du dich einfach nicht mehr erholen kannst oder dass du auch schon körperliche Beschwerden hast dann ist es wichtig das überhaupt mal anzunehmen und zu sagen, okay ja ich bin überfordert.
00:07:57: Und es ist keine Schwäche sondern eine Stärke denn du erkennst deine Grenzen.
00:08:05: Wenn Du jetzt für dich sorgen kannst indem Du Dich erholst Indem Du Mini-Auszeiten für dich nimmst Indehm Du das tust was dir Kraft gibt Wunderbar.
00:08:20: wenn Du merkst oh Ich müsste da wirklich etwas ansprechen, dann tut es auf eine souveräne Art und Weise.
00:08:27: Geh klar in das Gespräch und zeig auf dass das eine Stärke ist, dass du das wahrgenommen hast.
00:08:36: Dass es das Thema Selbstführung ist, das du merkst.
00:08:40: jetzt komme ich an die Grenzen meiner Ressourcen.
00:08:43: Gehe nicht in die Entschuldigungshaltung.
00:08:46: leider kann ich nicht mehr leisten so ungefähr Sorry sondern Ich habe das jetzt erkannt und ich möchte gerne was dafür tun, damit ich nicht über die Grenzen drüber gehe und möglicherweise krank werde.
00:09:00: Also hier geht es wirklich darum, dass auch als positiv zu verpackten – denn das ist es ja auch!
00:09:05: Doch wir erkennen das oft so als peinlich wenn ich das anspreche….
00:09:08: nein, das ist wirklich Selbstführung.
00:09:12: Ich kann's nicht oft genug sagen und es ist eine Kompetenz, die ganz viele Menschen eigentlich brauchen gerade in der heutigen Zeit.
00:09:20: Und dann kannst du mit deiner Führungskraft oder mit der Person, mit der Du zu tun hast Lösungen finden.
00:09:28: Und achte nochmal auf die Formulierungen das sie wirklich souverän sind und nicht im Tiefstatus.
00:09:35: Es geht nicht darum eine Überforderung zu verstecken sondern es geht darum Sie ganz klar ehrlich und selbstbewusst anzusprechen!
00:09:43: Und hier kommt der leise Lady to go Wenn Du das nächste Mal eine zusätzliche Aufgabe bekommst Obwohl deine Kapazitäten schon ausgeschöpft sind, bitte nicht automatisch ja sagen.
00:09:59: Du kannst auch langsam nein sagen wenn dir das zu viel ist.
00:10:02: im Sinne von ich möchte es erst nochmal in Ruhe überlegen und meine Kapazität checken.
00:10:10: dann kannst du später sagen ne kann ich nicht machen oder wenn ich es mache dann was anderes weniger.
00:10:18: Oder eben ich kann diese Aufgabe übernehmen.
00:10:20: Welche andere Aufgabe soll dafür zurückgestellt werden?
00:10:23: Also entweder kannst du das direkt sagen in diesem Moment oder später, wenn du nachgedacht hast.
00:10:30: Ich habe das schon mal in einer anderen Folge auch beschrieben diese Reflex ja zu sagen denn gilt es zu überwinden.
00:10:37: also nicht automatisch ja sagen sondern innehalten.
00:10:41: vielleicht kann ich doch ein paar Rückfragen stellen oder ich sage ich möchte mir das nochmal in Ruhe überlegen Oder eben den Satz Was kann ich anderes dafür abgeben?
00:10:53: Und wenn du sagst, das sind superspannende Impulse hier.
00:10:57: Dann trage dich doch gerne in meinen Newsletter ein!
00:11:01: Es gibt im Moment einen Mini-Kurs dazu, wenn du dich einträgst und zwar kostenlos zum Thema leise und präsent.
00:11:10: Da geht es um ein souveränes Auftreten und da bekommst Du in unterschiedlichen Modulen Videos wo du ganz viel zum Thema Präsenz lernst.
00:11:21: und die Links tue ich natürlich wie immer in die Show-Nords rein.
00:11:25: Und jetzt wünsche ich dir einen wunderschönen Tag!
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